Das war Wedding Punk Kai Gebel in Bremen!

Gestern Abend hatten wir im Wilhelm Wagenfeld Haus wieder einmal volles Haus. Kein anderer als »Wedding Punk« Kai Gebel persönlich vermittelte einem Fachpublikum – teils von weit her angereist – einen völlig anderen Blick auf das Metier Hochzeitsfotografie. Im Vortrag wurde dann auch deutlich, dass Hochzeitsfotografie für Kai Gebel nicht Beruf sondern Berufung ist.

Kai Gebels Vortrag gliederte sich in zwei Teile. Im ersten Teil ging es um die Fotografie. Gebel erläuterte seinen persönlichen Bildstil und seine Herangehensweise an die Hochzeitsfotografie. Dabei steht für ihn nicht so sehr die perfekte Fotoausrüstung im Vordergrund, sondern eher der Blick für das Besondere und die Nähe zu den Menschen auf einer Hochzeit. Der selbstbewusste Umgang mit ihnen muss gekonnt sein, um sie dezent so zu steuern, das gute Aufnahmen gelingen. Der Fotograf darf nicht als Fremdkörper und Störer auf einer Hochzeit empfunden werden, denn das führt dazu, dass Menschen sich verstellen. Und das sieht man den Bildern dann auch an. Bei Kai Gebel ist das anders. Die Menschen wirken unverkrampft und natürlich. Sie genießen es offenbar, quasi »nebenher« fotografiert zu werden. So gelingen aussergewöhnliche Aufnahmen und authentische Hochzeitsreportagen.

Im zweiten Teil des Vortrags ging es um das Hochzeitsvideo. Gebel fotografiert und filmt quasi parallel. Das Handwerkszeug ist nämlich in beiden Fällen die Spiegelreflexkamera – mit ein paar Zusatzausstattungen für das Filmen. Seine Videos sind nichts anderes als lebendige Fotos, die er ebenfalls meistens in Schwarzweiß umwandelt. Geschickte Kamerafahrten, ungewöhnliche Perspektiven und Schnitte sowie ein gekonntes Zusammenspiel von Licht und Schatten zeichnen sie aus.

Nicht nur als Fotograf ist Kai Gebel – von Haus aus Informatiker und somit übrigens ein Quereinsteiger – ein absoluter Profi. Sein Vortragsstil selbst riss das Publikum so mit, dass nachvollziehbar wurde, wie Gebel eine Hochzeitsgesellschaft hinter sich bringen und »dirigieren« kann.

Ganze 4 Stunden vermochte Kai Gebel es, seine Zuschauer zu fesseln. Wir bedanken uns für den eindrucksvollen Vortrag!

Hier ein paar Bilder des Abends:

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7 Antworten auf Das war Wedding Punk Kai Gebel in Bremen!

  1. Bildwerk sagt:

    mhm….dann war ich wohl im Übungsraum nebenan…mich hat da weder etwas gefesselt noch wurde ich in irgendeiner Art und Weise „gerissen“…

    Schade…für mich war es mal wieder verschenkte Zeit….

    Beste Grüße
    ein Fotograf

  2. Oiiver sagt:

    Ich kann mich dem Herrn vom Bildwerk nur anschließen…

    Zur 2ten Hälfte des Vortrages kann ich nichts sagen.
    Ich habe die Veranstaltung in der Pause verlassen,
    da ich wirklich mehr erwartet hatte

    Es war nicht nur schade um die verschenkte Zeit sondern auch um die Anfahrt…

    Ich habe wirklich etwas mehr erwartet.

    Mit freundlichen Grüßen

    ebenfalls ein Fotograf

  3. Hanns sagt:

    Der Vortrag war von Anfang bis Ende spannend und hat mich als Zuhörer gefesselt. Schaut man sich die Preisliste von Kai Gebel an, wird klar, warum der Wedding-Punk seinem Stil treu bleibt. Aber das hatte der Hochzeitsfotograf zu Anfang unter dem Punkt „man muss seine eigenen Bilder lieben“ eingehend erläutert.

    Der Vortrag war kein Fotokurs, obwohl Kai Gebel viel über seine Techniken und Perspektiven berichtet hatte. Überraschend war die Antwort auf die Frage nach dem Material, was der Hochzeitsfotograf seinen Kunden überlässt – nämlich eine Festplatte mit allen Daten samt RAW-, Bild- und Video-Dateien. Begeistert hatte schon das Thema Fotografie im ersten Teil – wurde es nach der Pause noch einmal richtig interessant beim Thema Videoshooting mit der DSLR.

    Vor dem Vortrag bekam ich zwei Links mit wunderschönen, makellosen, farbenfrohen und weichgespülten Hochzeitsbildern zugeschickt. Allesamt perfekt fotografierte Bilder. Die schaute ich mir nach dem Vortrag noch einmal an. Ich werde zwar nie eine Hochzeit fotografieren – wenn ich aber noch einmal heiraten würde – dann buche ich Kai Gebel. Vielen Dank für den tollen Abend.

  4. Svenja Krienke sagt:

    Also ICH war begeistert !!!
    Kai Gebel hat gekonnt gezeigt, dass gute und sehr persönliche Hochzeitsfotografie völlig unabhängig von der Location sein kann ! Meistens werden „gute“ Fotos nur anhand des Ambientes beurteilt und ob die Personen gerade vorteilhaft (lachend !) getroffen werden – die Fotografie selber rückt in den Hintergrund.
    Ich stimme Kai zu: Der grösste Teil aller Hochzeitsfotografen macht ähnliche Fotos, noch zu Wenige spielen mal mit Unschärfe und schon gar nicht mit etwas extremerer Perspektive und nicht gestellten Personenaufnahmen. Na klar, seine Aufnahmen sind mit Sicherheit größtenteils sehr gewagt und auch in meinen Augen oft am Rande der technischen Toleranz (Kontraste, Zeichnung), aber sie sind allesamt sehr persönlich – und eben etwas anders als die Masse !
    Das Bildcomposing ist perfekt und besticht zudem durch wundervolle Unschärfen, gekonnt eingesetztem, extremen Weitwinkel und ungewöhnliche Perspektiven. Und seine „Momente der Ereignisse“ sind modelliert von ausdrucksstarkem Licht (!!!), welches ein wichtiger Part des gesamten Erscheinungsbildes ist.
    Gerade das „Fischen“ nach unbeobachteten Momenten, das eben nicht gestellte Lachen und das Zeigen „der anderen (übrigens NICHT unvorteilhaften) Seite“ der Gäste lässt im Gesamtbild des Tages eine Form von Melancholie aufkommen, die einzigartig ist und dadurch das Besondere dieses so persönlichem Ereignisses hervorhebt !

    Sicher ist Kai Gebels sehr, sehr moderne Art der Hochzeitsfotografie nichts für Jedermann, aber für Kunstorientierte allemal !!!

    Chapeau, Kai – Chapeau !!! Dein Stil ist einzigartig !!!

  5. Hanns sagt:

    Am 7. November gab Kai Gebel noch eine Zugabe. Punkt 20:00 Uhr traf sich eine Gruppe von Interessierten zu einem Videochat, das von der medien[plan]tage organisiert wurde. Es ging um den beim Vortrag zu kurz gekommenen zweiten Teil „Filmen mit der DLSR“ und „Videoschnitt“, sowie die Beantwortung der sich daraus resultierenden Fragen.

    Der Abend war spannend und informativ zugleich. Kai stellte Techniken und Zubehör vor und gab viele Tipps. Sehr interessant waren die Beispiele und Tricks mit dem Videoschnittprogramm und wie mit der richtigen Musik der Film aufgewertet wird. Obendrein gab es noch eine weitere Zugabe bezüglich einer guten Präsentation im Web. Der Abend endete mit einer netten Plauderei zwischen den letzten verbliebenen Teilnehmern kurz vor Mitternacht.

    Liebe medien[plan]tage, lieber Kai – ich bin da mehr als auf meine Kosten gekommen. Vielen Dank.

  6. Claudia sagt:

    Ich fand den Vortrag von Kai Gebel sehr interessant.
    Was aber noch viel besser war, war das Angebot die Dinge, die am Abend in der

    Medienplantage aus zeitlichen Gründen nicht mehr erklärt werden konnten, im

    Hangout mit Kai Gebel noch nachgeholt wurden.
    Wir konnten im Hangout über 3 1/2 StundenFragen stellen, die alle offen und

    herzlich beantwortet wurden.
    So waren es zwei tolle Abende, die mir persönlich viele neue Ansätze gezeigt

    haben, was ich an meiner Fotografie noch verbessern kann.

    Daher kann ich die beiden ersten Kommentare absolut nicht nachvollziehen.
    Aber wenn man nicht einmal bereit ist, sich den Vortrag bis zum Ende anzuhören,

    ist man vielleicht auch einfach zu verbohrt, um neue Dinge lernen zu wollen.
    Kai hat allen Teilnehmern die Möglichkeit gegeben, Fragen zu stellen, und soweit

    ich mich erinnern kann, hat keiner von denen, die den Vortrag schon nach der

    Hälfte verlassen haben, diese Möglichkeit genutzt. Da haben sie ihre Zeit wohl eher selber verschwendet, weil sie die Möglichkeiten nicht genutzt haben.

    Ich bedanke mich jedenfalls nochmal ganz herzlich bei Dir, Kai, für Deine Hilfe, für

    Deine offene und ehrlich Art und diesen tollen Vortrag und vor allem für den tollen Hangout. Ich kann nur jedem Deine Vorträge empfehlen und wünsche Dir weiterhin viel Erfolg.

    Liebe Grüße
    Claudia

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