Corporate Language – die Macht der Sprache

Im Vortrag von Armin Reins am 15.9. in Bremerhaven stand die „Corporate Language“ (abgekürzt CL® als Marke der B-to-B-Agentur REINSCLASSEN) im Mittelpunkt. Reins gilt als Vorreiter der Corporate Language. Sein gleichnamiges Buch, erschienen 2006, ist längst vergriffen und wird im Internet nur noch gebraucht zu Höchstpreisen gehandelt.

Unter dem Titel „Text $ells“ wurde vor kurzem der ebenfalls erfolgreiche Nachfolger veröffentlicht.

Armin Reins (REINSCLASSEN)

Neben Corporate Identity, Corporate Design und Corporate Behaviour ist die unternehmenseigene Sprache ein weiteres wichtiges Standbein, die Marke zu stärken. Dennoch wird sie als Werbeträger von vielen Unternehmen stark unterschätzt und vernachlässigt. „50 % des Markenerlebnisses“, so Armin Reins, „ist Sprache! So wie eine Marke durch ein Corporate Design ein einheitliches grafisches Gesicht bekommt, so verleiht ihr die Corporate Language eine charakteristische unverwechselbare Sprache.“ Unternehmen wie Ikea, SICK, Otto oder NIVEA machen es vor. Sie alle besitzen einen unverwechselbaren Wortschatz und eindeutige Suchwörter. Schon beim Wörtchen „Du“ fühlen wir uns von IKEA angesprochen. Das Wort „Pflege“ ist seit Gründung der Marke „Nivea“ von dieser besetzt. OTTO finden wir alle gut und bei „Das Beste“ sehen wir sofort einen Mercedes vor unserem geistigen Auge.

Eine Corporate Language definiert die Inhalte sowie die Tonalität, den Sprachstil, die Terminologie und die Wortwahl – das Ganze natürlich zielgruppenorientiert. Hier unterscheidet Reins wertorientierte, gefühlsorientierte und trendorientierte Leser sowie Leseverweigerer. Eindrucksvoll präsentierte er im Vortrag Texte, die das gleiche verkaufen wollen, aber vollkommen anders für verschiedene Zielgruppen geschrieben wurden. Der Texter müsse mit dem Leser ein schriftliches Gespräch führen und seine Gedanken und Antworten immer schon im nächsten Satz vorwegnehmen, verriet Reins.

Armin Reins (REINSCLASSEN)

Im Zuge des Internets und der mobilen Geräte hat sich das Leseverhalten drastisch verändert. Reins rät deshalb Unternehmen für ihre Kommunikation zu kurzen, verständlichen und relevanten Texten – und das sowohl im Internet als auch bei gedruckten Werbematerialien. Die Texte müssen jedoch trotz Ihrer Kürze Wirkung entfachen und emotionalisieren. Dafür ist ein gutes Storytelling unerlässlich. „Gute Werbetexte reihen nicht Features aneinander, sondern erzählen Geschichten“, so Reins.

Armin Reins (REINSCLASSEN) in der Müller Ditzen AG

Der letzte Teil des Vortrags widmete sich der Implementierung einer CL® in das Unternehmen. Sie ist nämlich nicht nur für die Außenkommunikation relevant, sie muss auch intern gelebt werden – auf allen Ebenen. Nach Einführung einer CL® kann die durchschnittliche Textarbeit pro Mitarbeiter zudem halbiert werden. REINSCLASSEN hat spezielle Softwaremodule entwickelt, die eine Implementierung der CL® – vor allem in großen Unternehmen – erleichtern.

Interessierte haben am 28./29. September die Möglichkeit, im Seminar „Erfolgreich texten im B-to-B-Bereich“ mit Armin Reins noch tiefer in das Thema „Corporate Language“ einzusteigen.

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